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Wirtschaftsmediation & Mediation im Gesellschaftsrecht und Steuerrecht

Nicht in jedem Konfliktfall ist der Gang vor Gericht die richtige Lösung. Selbst im Fall des gerichtlichen Obsiegens werden Urteile vielfach als ungerecht empfunden und der Streit ist damit nicht endgültig beigelegt. Das belastet sowohl die geschäftlichen als auch die familiären Beziehungen und kann diese endgültig zerstören. Auch die lange Verfahrensdauer und die hohen Kosten empfinden viele Prozessbeteiligte als Belastung. Außergerichtliche Konfliktlösungen wie die Wirtschaftsmediation erlangen daher zunehmend an Bedeutung.

Wirtschaftsmediation in Köln bei Gesellschafterstreit

Wir bieten Ihnen in Köln oder auch gerne bei Ihnen vor Ort die Möglichkeit eines Mediationsverfahrens. Unser Partner Rechtsanwalt, Steuerberater und Mediator Herr Dr. Luxem unterstützt Sie im Rahmen der Wirtschaftsmediation bei der Lösung von Gesellschafterstreitigkeiten und inner- wie außerbetrieblichen Konfliktbewältigungen.

Familienmediation im Familienrecht

Außerdem steht Ihnen Frau Rechtsanwältin Luxem-Groß als Mediatorin für Familienangelegenheiten zur Verfügung. Zur Einführung in das Thema Mediation haben wir Ihnen im Folgenden die wesentlichen Ansätze der Mediation zusammengefasst.

1. Was ist Mediation?

Mediation (lat. mediare = vermitteln) ist ein kosten- und zeitsparendes außergerichtliches Konfliktlösungsverfahren, bei dem die am Konflikt beteiligten Personen mit der Unterstützung eines neutralen Mediators interessensgerechte und einvernehmliche Lösungen selbst erarbeiten.

Was sind die Ziele?

In einem Mediationsverfahren (z.B. einer Wirtschaftsmediation in Köln) sollen die Beteiligten eines Konfliktes eigenverantwortlich maßgeschneiderte und auf ihre Interessen und Bedürfnisse abgestimmte Lösungen finden. Ein Mediationsverfahren schafft die Möglichkeit, sowohl gewinnbringende und dauerhaft tragfähige Lösungen auf der Sachebene zu finden, als auch die persönlichen und geschäftlichen Beziehungen zu verbessern.

2. Was sind die Vorteile einer Mediation?

  • Die Parteien erarbeiten und entscheiden selbst über eine interessensgerechte Lösung.
  • Sie berücksichtigt die sachlichen und persönlichen Komponenten eines Konflikts.
  • Der Mediator vermittelt durch professionelle Gesprächs- und Verhandlungstechniken.
  • Sie schafft dauerhaft tragfähige Lösungen, weil selbst entwickelte Lösungen von den Zielgruppen leichter akzeptiert werden.
  • Sie ist ein kosten– und zeitsparendes Verfahren.
  • Bei einer Mediation gewinnen alle Personen.
  • Mediation ermöglicht eine außergerichtliche Konfliktlösung.

3. Der Ablauf einer Mediation/Wirtschaftsmediation

Ein Mediationsverfahren ist in 5 Phasen aufgeteilt, die einen strukturierten Ablauf des Verfahrens gewährleisten. Erfahrungen aus der Wirtschaftsmediation in Köln:

Vorbereitung
Ein Mediationsverfahren ist nur erfolgversprechend, wenn alle Beteiligten hierzu bereit sind und sich auf das Verfahren einlassen möchten. Während der Vorbereitungsphase werden die jeweiligen Erwartungen an das Verfahren geklärt und ein Mediationsvertrag mit dem Mediator vereinbart.

Informations- und Themensammlung
In dieser Phase des Verfahrens wird ermittelt, worum es in dem Konflikt geht. Die Personen erhalten die Möglichkeit, ihre persönlichen Konfliktthemen zu bestimmen.

Interessenerklärung
Die Interessenerklärung ist die entscheidende Phase der Mediation. Hier formulieren die Zielgruppen — wiederum unterstützt durch den Mediator — ihre Ziele und Bedürfnisse, die dem Konflikt zugrunde liegen. Das Verständnis für die verschiedenen Interessen der Konfliktbeteiligten soll die Grundlage für neue Lösungsmöglichkeiten schaffen.

Sammlung von Lösungsoptionen
Aufbauend auf den zuvor erlangten Erkenntnissen werden gemeinsam verschiedene Lösungsmöglichkeiten gesammelt, die den Interessen aller betroffenen Personen möglichst gerecht werden. Häufig eröffnen sich in dieser Phase der Mediation für die Konfliktbeteiligten bisher nicht erkannte neue Optionen.

Bewertung und Auswahl einer Lösung
Die gesammelten Lösungsmöglichkeiten werden von den Beteiligten unter Assistenz des Mediators bewertet und auf ihre tatsächliche Realisierbarkeit untersucht. Unterstützt durch den Mediator sollen die Konfliktbeteiligten gemeinsam eine Lösung finden, mit der alle einverstanden sind.

Schriftliche Vereinbarung
Das Mediationsverfahren wird abschließend zusammengefasst und die getroffenen Vereinbarungen werden schriftlich und für alle Konfliktbeteiligten verbindlich dokumentiert.

4. Die Funktion des Mediators

Der Mediator fungiert in einem Mediationsverfahren als unparteiischer Gesprächsleiter. Mit Hilfe professioneller Gesprächs- und Verhandlungstechniken strukturiert er die Gesprächsführung und vermittelt zwischen den Konfliktbeteiligten. Er hilft Missverständnisse zu klären und neue Sichtweisen und damit auch Lösungen zu eröffnen. Er hört zu, fasst die Ergebnisse zusammen und fördert Schritt für Schritt die Verständigung zwischen den Konfliktparteien, bis eine einvernehmliche Lösung gefunden wird.

Die Tätigkeit des Mediator unterscheidet sich von der Tätigkeit

  • des Rechtsanwalts, weil er nicht einen am Willen der Partei orientierten Lösungsvorschlag präsentiert, sondern eine Hilfe zur eigenständigen Konfliktlösung bietet
  • des Schlichters, weil er nicht über die Lösung entscheidet, sondern die Entscheidungsverantwortung bei den Beteiligten verbleibt.
  • des allgemeinen Kommunikations- und Konflikttrainers, weil er keine allgemeinen Handlungsempfehlungen abgibt, sondern mit den Beteiligten eine konkrete Vereinbarung erarbeitet.

5. Spezialbereich Wirtschaftsmediation, Meditation im Gesellschaftsrecht

Meine Erfahrungen als Wirtschaftsmediator in Köln zeigen, dass es im Wirtschaftsleben vielfältige Situationen gibt, in denen es zwischen den beteiligten Personen zu Konflikten kommt. Hier zu dauerhaft tragfähigen Lösungen zu kommen, sollte Ziel aller Beteiligten sein. Mit Hilfe einer Wirtschaftsmediation kann dieses Ziel erreicht werden. Eine Wirtschaftsmediation kann bei gesellschaftsrechtlichen und innerbetrieblichen Konflikten (insbesondere bei Familienunternehmen) aber auch bei Verhandlungen zwischen Unternehmen gewinnbringend sein, denn die Wirtschaftsmediation schafft vielfach die Möglichkeit, dass die Beteiligten auch in Zukunft gut miteinander auskommen. Bei einer erfolgreichen Mediation werden die Interessen aller Beteiligten berücksichtigt.

Wirtschaftsmediation durch einen Wirtschaftsmediator bietet sich vor allem bei folgenden Konfliktfeldern an:

  • Gesellschafterstreitigkeiten
  • Auseinandersetzung zwischen Gesellschaftern/Partnern
  • Erbfolgekonflikte
  • Regelung der Unternehmensnachfolge
  • Umstrukturierungsmaßnahmen

6. Spezialbereich Familienmediation

Zerbrechende Partnerschaften enden meist in Enttäuschung, Trauer, Streit, Vorwürfen, und Gesprächsunfähigkeit. Emotionale Konflikte sind vorprogrammiert und lassen sich vielfach vor Gericht nur unzureichend lösen. Ein Mediationsverfahren kann bei Familienkonflikten helfen, eine zukunftsorientierte Lösung zu finden, die die Interessen sämtlicher Beteiligten berücksichtigt. Insbesondere wenn Kinder von der Trennung betroffen sind ist es vorteilhaft, wenn durch eine gemeinsam gefundene Konfliktlösung ein friedfertiger Umgang miteinander möglich wird. Eine Familienmediation bietet sich daher besonders bei folgenden Konfliktfeldern an: 

  • Trennung von Ehe-oder Lebenspartner 
  • Unterhaltsstreitigkeiten 
  • Aufenthalt der Kinder und Umgangsrecht 
  • Aufteilung des gemeinsamen Haushalts 
  • Finanzielle Folgen der Trennung
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